Freitag, 22. Dezember 2017

Kurzinterview mit Anne-Marie Jungwirth




Hallo Anne, vielen lieben Dank, dass du dir trotz des Trubels vor Weihnachten Zeit für dieses Interview nimmst. Dann fange ich mal direkt an.

Stell dich doch bitte kurz vor.

Ich heiße Anne, bin 39 Jahre und lebe mit meinem Sohn und Mann in Österreich. Ich bin eine Träumerin – schon immer gewesen – und vermutlich auch deshalb Autorin.

Wie lange schreibst du schon und wie bist du dazu gekommen?

Mein erstes Buch habe ich tatsächlich in der Grundschule geschrieben. Handwerklich betrachtet war das vermutlich keine Offenbarung, aber der Wunsch war schon damals da. Wirklich ernsthaft habe ich dann in 2010 damit begonnen. 

Wie kam es zur ersten Veröffentlichung und wie hat es sich angefühlt? Wie haben deine Familie und Freunde reagiert?

Ich hatte mein Manuskript zu „Engelsstaub“ fertig und wollte damit eigentlich den Weg über eine Agentur gehen. Natürlich wurde ich erst einmal abgelehnt. Zufällig habe ich zur gleichen Zeit in einer Schreibzeitschrift ein Interview mit einer Autorin gelesen, die bei Carlsen Impress veröffentlicht hat. Als ich dann dort auf der Homepage gelesen habe, dass sie Manuskripte suchen, habe ich mir gedacht: Warum nicht? Ich hätte nie erwartet, dass es wirklich gleich klappt und war total aus dem Häuschen.
Damals wussten nur ganz wenige, dass ich nachts – wenn alle anderen schlafen – an meinem Schreibtisch sitze und schreibe. Eigentlich nur meine Familie. Und die haben sich sehr mit mir gefreut. Und vermutlich auch gemerkt, dass es vielleicht doch mehr ist, als eine meiner üblichen Spinnereien. 

Wirst du auf der Straße als Autorin erkannt? Was ist das für ein Gefühl?

Auf der Straße bin ich noch nie erkannt worden. Wenn man berühmt werden will, sollte man vermutlich auch besser zu DSDS gehen, als mit dem Schreiben zu beginnen.

Was machst du neben dem Schreiben?

Ich habe einen 8-jährigen Sohn und ich manage die Finanzen eines High Tech Start-ups. Für Hobbies neben dem Schreiben und Lesen bleibt da wenig Zeit.

Hast du bereits neue Projekte in Planung? Was erwartet uns 2018? Magst oder darfst du uns davon erzählen oder ist es streng geheim?

Ein wenig kann ich gerne erzählen. Ich habe den ersten Entwurf zum zweiten Teil von „Superior“ beendet und werde ihn jetzt fleißig überarbeiten. Wann genau er erscheinen wird, kann ich noch nicht sagen, aber auf jeden Fall in 2018. Und mal sehen, wie weit ich mit dem dritten Teil dann noch komme.

Hast du bestimmte Rituale beim Schreiben? Was ist ein Muss und was ein no go?

Eigentlich habe ich mir angewöhnt immer und überall schreiben zu können. Ob jetzt beim Warten in der Werkstatt, im Wartezimmer beim Arzt, zu Hause am Schreibtisch oder im Café. Das einzige, was ich dazu brauche, sind Kopfhörer und eine ruhige Hintergrundmusik.

Drei Dinge, die du magst und drei, die du nicht magst.

Ich mag Schokolade, Schlafen und Netflix.
Und Rosinen, Cliffhanger und Regen mag ich nicht.

Das Jahr ist bald zu Ende. Hast du gute Vorsätze für's neue Jahr oder lässt du es einfach auf dich zukommen?

Ich habe auf jeden Fall gute Vorsätze und einige beginne ich jetzt schon umzusetzen. Im Prinzip versuche ich mehr von den Dingen zu tun, die mir guttun und weniger von denen, die es nicht tun.

Möchtest du den Lesern noch etwas sagen?

Genießt die Feiertage – ohne Reue.

Ein schönes Schlusswort, das ich mir zu Herzen nehmen werde. Vielen Dank noch mal für dieses Interview und die Zeit, die du dir dafür genommen hast.


So ihr Lieben, hier ist das nächste Puzzelzeil:



Viel Spaß noch weiterhin beim Drachenadvent.


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