Dienstag, 18. Februar 2020

Interview | Janna Ruth


(Quelle: Janna Ruth) 




Hallo Janna, 

vielen Dank, dass du dir die Zeit für dieses Interview nimmst. Vielleicht stellst du dich kurz meinen Lesern vor, damit sie dich etwas besser kennen lernen. 

Aber klar doch. *wink* Ich bin Janna und schreibe mich querbeet durch die Phantastik. Hin und wieder packt mich jedoch auch ein realer Stoff, so dass ich kleine Ausflüge ins Contemporary unternehme. Ich lebe in Neuseeland mit meinem Mann und drei Söhnen und genieße das Zusammenleben hier, die freundlichen Menschen und die wunderschöne Natur. Und wenn ich dann mal nicht schreibe, bzw. alles andere, was zum Bücher Schreiben gehört mache, dann turne ich gerne in der Luft herum, dekoriere Kuchen und bastle hin und wieder.


Wie bist du zum Schreiben gekommen? 

Kurze Antwort: Ich habe mir schon von klein auf Geschichten ausgedacht und das immer beibehalten.
Lange Antwort: Als Kind habe ich Geschichten gezeichnet und dann ohne viele Hintergedanken aufgeschrieben. Mit dreizehn bin ich dann vom dominanteren Comiczeichnen zum direkten Schreiben übergewechselt, nachdem mir das Zeichnen einfach zu lange gedauert hat, um Geschichten zu schreiben. Ab da war Schreiben also offiziell ein Hobby und ich habe mit dem Vorsatz Bücher zu schreiben daran geschrieben. Über die Jahre habe ich viele tolle Geschichten angefangen, aber erst mit 28 habe ich herausgefunden, wie ich Bücher auch zu Ende bringen kann (NaNoWriMo sei Dank) und dass ein Buch veröffentlichen gar nicht so aus der Luft gegriffen ist. Und seitdem würde ich sagen, dass ich mit Vorsatz schreibe.


Hast du bestimmte Rituale, die du einhältst, wenn du schreibst? 

Nope, nicht ein einziges ^^


Wo schreibst du am Liebsten oder ist dir der der Ort egal? 

An meinem Schreibtisch. Theoretisch kann ich überall schreiben, aber ich bin schnell abgelenkt, da hilft die Arbeitsatmosphäre zu Hause.


Wo nimmst du all deine Ideen her? 

All meine Ideen? Von allem. Ich habe letztes Jahr eine Dystopie geschrieben, zu der mich ein Tweet über Caprisonne und der Duft von brandenburgischen Kieferwäldern im Sommer inspiriert hat. Der Herr der Wilden Jagd war direkt inspiriert vom Märchen Brüderchen und Schwesterchen und dann haben mich die walisischen Sagen noch zusätzlich inspiriert. 


Du hast gerade erst am Donnerstag dein neues Buch "Der Herr der Wilden Jagd" veröffentlicht, welches der zweite Band zu Tina Skupins "Wild Hunt Casino" ist. Wie habt ihr beide euch kennen gelernt?

An der Stelle möchte ich sagen, dass es nicht der zweite Band ist. Zwar stimmt das chronologisch, aber zweiter Band klingt so, als müsste man Band 1 lesen und das muss man definitiv nicht. Die Geschichten funktionieren unabhängig.
Tina kenne ich aus dem Tintenzirkel-Schreibforum. Wir waren damals beide an der Idee der Märchenspinnerei interessiert und haben uns sozusagen bei der Gründung dieser Autorengemeinschaft näher kennengelernt.


Wie kam es zu diesem gemeinsamen Projekt? 

Anfang 2018 trat ein Kleinverlag, der mittlerweile geschlossen hat, an uns heran mit der Idee eine Reihe Märchennovellen zu schreiben, von denen immer zwei zusammen ein Märchen interpretieren und dabei die Seiten von Antagonisten und Protagonisten einnehmen. Tina und mir war relativ schnell klar, dass wir zusammenarbeiten wollten, da wir früher schon bei unseren Romanen gute Erfahrungen damit gemacht haben.


Welcher Charakter hat dir beim Schreiben die meiste Freude gebracht? 

Arawn. Ich liebe es ein bisschen philosophisch zu werden, indem ich Charaktere habe, die nicht menschlich sind und daher eine gute Grundlage sind, um sich Gedanken zu machen, wie z.B. was ist Freiheit und wie viel Freiheit ist gut, wie viel schädigend. Oder eben auch, warum verbergen wir so oft unsere Gefühle vor dem Rest der Welt, statt mit uns und allen ehrlich zu sein. Arawn war eine gute Leinwand dafür, außerdem hat er Spaß gemacht.


Und die meiste Abneigung? 

Die alte Frau im Wartezimmer. Die hat mich richtig wütend gemacht und im Gegensatz zur Matilda der Nacht existieren Menschen mit diesem Maß an Unverständnis und Intoleranz tatsächlich in unserer Welt.


Findet man dich in einem der Protagonisten wieder? 

Wahrscheinlich in allen ein bisschen. Aber ja, Carys ist mir recht ähnlich in der Hinsicht, dass sie sich um alles kümmert in ihrer Familie, sehr organisiert ist und hin und wieder vergisst, auch mal zu entspannen und sich Zeit für sich zu nehmen.


Was kommt nach der wylden Jagd? Arbeitest du bereits an neuen Projekten? 

Aber ja. Definitiv wird es mit Ashuan weitergehen, meiner Urban Fantasy Serie. Aber ich arbeite auch an mehreren Romanen, von denen manche ein festes Datum haben (Frühjahr 2021), manche ein geplantes (Februar 2021) und manche für die Zukunft sind.


Möchtest du den Lesern noch etwas mit auf den Weg geben?

Liebe Leser, Team Wales braucht euch! Aus Las Vegas schlägt uns ein heißer Wüstenwind entgegen und all diese Glitzerlichter sind ziemlich anstrengend. Deshalb brauchen wir eure Hilfe bei der Fotochallenge. Postet doch einfach ein paar Bilder zu den jeweiligen Aufgaben und verwendet die Hashtags #wyldeJagd und #TeamWales (ganz wichtig!). Mit etwas Glück gewinnt ihr sogar Bücher und mehr 😊


Vielen lieben Dank, dass du dich meinen Fragen gestellt hast. 😊

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